Wagamama London – London Snack Guide

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Nach dem Verzehr typischer englischer Spezialitäten wie Sandwiches und Fish and Chips hatten wir bei unserem Aufenthalt in London im Dezember 2013 Lust auf etwas leichtere Kost. Wie gerufen entdeckten wir ein Wagamama Restaurant in der Nähe der Tower Bridge.

Wagamama ist eine britische Kette, die sich ähnlich wie Vapiano in Deutschland, ein etwas gehobeneres Fast Food Konzept umsetzt. Bei Wagamama bekommt man jedoch statt italienischer, asiatische Kost geboten. Mit seinen über 100 Filialen in ganz Großbritannien ist Wagamama zwar wesentlich kleiner als zum Beispiel Pret à Manger und auch nicht an jeder Straßenecke zu finden, überzeugt jedoch (jedenfalls auf den ersten Blick) durch sein Angebot.

Lage

Der Wagamama für den wir uns entschieden lag Unweit der Tower Bridge, direkt gegenüber des Towers of London.


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Bestellung

Man wird platziert. Das Personal weißt einem dem Tisch zu. Als Speisekarte bei Wagamama funktionieren überdimensionierte  Gedeckunterlagen, auf denen sämtliche bestellbaren Gerichte aufgelistet sind. Die Bedienung ist recht fix am Tisch und nimmt die Bestellung auf. Besonderheit hierbei ist, eventuell um dem asiatischem Konzept noch dienlicher zu sein, dass die Bedienung die Details er Bestellung in unleserlicher, fast schon chinesisch anmutender, Schrift auf dem besagten Platzdecken verewigt.

Atmosphäre bei Wagamama

Asiatische Gäste bei Wagamama in London - Tower Bridge 2013
Asiatische Gäste bei Wagamama in London – Tower Bridge 2013

Die Atmosphäre bei Wagamama erinnert an eine Kantine. Der Gastraum ist zwar hell und lichtdurchflutet jedoch besteht das gesamte Interior aus sehr schlichten langen Holzbänken und den dazu passenden Tischen. Diese passen jedoch, aufgrund der Schlichtheit, ins Gesamtkonzept des asiatischen „Vapianos“. 

Lobenswert zu erwähnen bei dieser Filiale von Wagamama ist der Ausblick durch die Panoramafenster, direkt auf den Tower of London und der Tower Bridge.

Speisen

Wir entschieden uns für Chicken Ramen und das Mahi Mahi Curry. Dazu gab es Ginger Beer und Cola. Auf die Getränke muss man denke ich nicht weiter eingehen, sie wurden auch fix an den Platz gebracht.

Das Wagamama Chicken Ramen (Preis : £8.75, ca 10,70€ ) wurde recht schnell nach einer Wartezeit von circa fünfzehn Minuten serviert. Die wirklich sehr große Schüssel war gefüllt mir Brühe, fermentieren Bambussprossen (Menma), Frühlingszwiebeln, etwas das an Brunnenkresse erinnerte, Nudeln und natürlich einer in Streifen geschnittenen gegrillten Hühnerbrust.

Rein optisch konnte man hier nicht meckern. Die Brühe sah kräftig aus, das Huhn hatte erkennbare Grillspuren und das Gemüse war frisch.

Leider jedoch konnte der Geschmack nicht mithalten. Es war vollkommen unterwürzt. Die Brühe hätte wesentlich gehaltvoller und kräftiger sein müssen und die Nudeln waren zu bissfest. Zum Glück standen auf den Holztischen genug Würzmittel wie Sojasauce und Chiliöl bereit um dieses Manko auszugleichen. Jedoch brauchte man wirklich sehr viel Sojasauce um einen kräftigen Geschmack in das Chicken Ramen von Wagamama zu bekommen.

Chicken Ramen Soup bei Wagamama London Tower
Chicken Ramen Soup bei Wagamama London Tower

Das Mahi Mahi Curry dauerte leider etwas länger als das Chicken Ramen, sodass hier durchaus eine Wartezeit entstand, was bei zwei Personen einfach  ungünstig ist. Grund hierfür war vermutlich die Tatsache, dass beide Gerichte in unterschiedlichen Küchen zubereitet wurden, die vom Speiseraum einsehbar waren.
Für 9,95 £ (also etwas über 12€), landete auf dem Teller relativ wenig Fisch, Gemüse und Reis. Da half auch die Garnierung mit Korianderkresse nur wenig. Geschmacklich ließ sich allerdings kaum meckern. Die Sauce war durch die Süßkartoffeln recht süß, das Gemüse war knackig gegart und der Fisch war in Ordnung. Allerdings fehlte es auch bei diesem Gericht durchaus an Würze und Schärfe, so dass man sich hier selber weiterhelfen musste.

Für 12€ hätte ich mir einfach mehr versprochen.

mahi mahi curry fish mit Reis bei Wagamama in London 2013
mahi mahi curry fish mit Reis bei Wagamama in London 2013

Fazit

Wagamama. Kann man machen, muss man aber nicht. Die Speisekarte verspricht rein literarisch mehr als die Gerichte im Endeffekt halten. Gerade was die Portionsgröße, insbesondere beim Wagamama Mahi Mahi Curry, angeht sind  12 Euro, selbst für London und exklusivem Ausblick zuviel. Für interessierte gibt es hier noch einmal die komplette Speisekarte zum nachlesen.

Wir würden Wagamama trotz allem noch einmal besuchen und andere Gerichte, in der Hoffnung das sie diesmal besser sind, ausprobieren.

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