Mailand – Ein Kurztrip

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Unser Aufenthalt in Mailand bestand eigentlich im wesentlichen aus dem Ausrufen von „Heiß!“ und „Groß!“.
Die Idee die Hauptstadt der Lombardei mitten im Juli zu besuchen, war vermutlich nicht eine unserer cleversten und trotzdem  war unser Aufenthalt ein ganz besonderes Erlebnis.

Falls ihr die Möglichkeit haben solltet nach Mailand mit dem Zug zu Reisen, nutzt diese auf jeden Fall. Denn bereits bei der Ankunft des Zuges in „Milano Centrale“ bekommt man einen großartigen Eindruck von dem was die Stadt zu bieten hat.
Die Bahnhofshalle ist ein unglaublicher Monumentalbau, gegen den man sich wirklich richtig winzig fühlt. Er spiegelt damit wunderbar auch die restliche Architektur Mailands wieder, die durchgängig als kolossal  und prunkvoll beschrieben werden kann.

Architektur in Mailand
Architektur in Mailand

Nach dem Einchecken im Hotel machten wir uns mit der Metro auf den Weg zum wohl größten Wahrzeichen Mailands. Dem Duomo.
Die Haltestelle Duomo liegt genau im Zentrum der Stadt und nach dem man die dunklen Gänge der Metro verlassen hat steht man auch schon vor der drittgrößten Kirche der Welt.
Diese ist von Außen wirklich mehr als beeindruckend und die Größe verschlägt einem regelrecht den Atem. Bevor wir uns jedoch das Innere des Doms genauer ansehen konnten, hieß es zunächst einmal Schlange stehen. Denn direkt vor dem Eingang wurden sowohl die Taschen als auch die Kleidung der Wartenden Inspiziert und durchsucht und das von zwei Uniformierten. Nicht selten kam es dabei vor, dass Frauen die mit beispielsweise zu kurzen Hosen oder zu knappen Oberteilen bekleidet waren, wieder weggeschickt wurden. Glück für uns, da sich die Länge der Schlange dadurch um einige Meter verkürzte.

Größere Kartenansicht

Das Innere des Mailänder Doms, ist im Vergleich zu seiner prunkvollen Fassade eher schlicht und fast schon einfach gehalten. Zwar ist die Höhe des Gebäudes immer noch beeindruckend, ebenso wie die kunstvoll gearbeiteten Fenster und trotzdem hat man irgendwie das Gefühl, dass der Dom von Außen mehr verspricht.

Neben dem Dom, ist der Plaza des Duomo auch für seine unzähligen Tauben berühmt. Obwohl die Regierung Mailands stark in den vergangenen Jahren gegen die unzähligen Tauben vorgegangen ist und es auch eigentlich verboten wurde diese zu füttern, trifft man immer noch auf dem Platz vor dem Dom auf unzählige Touristen, die mit Futter in der Hand versuchen Tauben anzulocken und diese direkt aus ihren Händen zu füttern. Falls ihr also eine Taubenphobie habt, ist dieser Ort definitiv nicht der richtige für euch!

Mailänder Dom
Mailänder Dom

Neben dem Mailänder Dom schließt sich quasi ein weiteres Highlight der Stadt an, nämlich die ‚Galleria Vittorio Emanuele II‘.
Diese Passage ist äußerst aufwändig mit Stuck, Marmor und Fresken dekoriert. Das große Glasdach, welches die langen Gänge der Galerie bedeckt ist darüber hinaus ebenfalls ein Architektonisches Highlight.
An Geschäften findet man hier wohl so ziemlich alles das, was Mailand als Modemetropole ausmacht. Egal ob Prada, Gucci, Louis Vuitton oder Massimo Dutti. Hier ist wirklich alles vertreten was hochpreisig ist.

Galleria Vittorio Emanuele II
Impression Galleria Vittorio Emanuele II

Den Rest der Stadt haben wir dann mit Hilfe der Stadtrundfahrtsbusse erkundet, da es für eine Tour zu Fuß schlichtweg einfach zu heiß war (39° im Schatten….).
So ließ sich Mailand gemütlich im Doppeldecker mit offenem Verdeck erleben.
Den Abend ließen wir dann gemütlich in der Gastronomie unseres Hotels ausklingen. Schuld daran waren unteranderem die für deutsche Verhältnisse etwas merkwürdigen Öffnungszeiten der Mailänder Restaurants. Diese waren am Sonntag tatsächlich größten Teils alle geschlossen, so dass wir auf diese „Notlösung“ ausweichen mussten. Das Essen war vielleicht keine besondere Spezialität Mailands, schmeckte aber trotzdem gut, sodass Mailand uns in guter Erinnerung bleibt.

Mailänder Ravioli
Mailänder Ravioli

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